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	<title>Kommentare zu Oldoerp Ancestors</title>
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	<description>Vorfahren der Familie Oldörp</description>
	<lastBuildDate>Thu, 16 Jul 2009 16:45:16 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Kommentare von Arne Nilsson zu Eine Reise nach Eriksberg III</title>
		<link>http://oldoerpancestors.wordpress.com/2009/07/16/eine-reise-nach-eriksberg-iii/#comment-50</link>
		<dc:creator>Arne Nilsson</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 16 Jul 2009 16:45:16 +0000</pubDate>
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		<description>Ist das Fahrzeug ein Golf III? Dann kommt mir die Fensterhebergeschichte bekannt vor. Die haben da nämlich ein konstruktives Teil in der Tür aus Ersparnisgründen statt, wie eigentlich vorgesehen, aus Gussmetall aus Kunststoff gefertigt. Das gibt irgendwann den Geist auf und blockiert, entzwei gebrochen, die Mechanik. Fenster ist dann ganz unten und lässt sich nicht mehr hochfahren.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ist das Fahrzeug ein Golf III? Dann kommt mir die Fensterhebergeschichte bekannt vor. Die haben da nämlich ein konstruktives Teil in der Tür aus Ersparnisgründen statt, wie eigentlich vorgesehen, aus Gussmetall aus Kunststoff gefertigt. Das gibt irgendwann den Geist auf und blockiert, entzwei gebrochen, die Mechanik. Fenster ist dann ganz unten und lässt sich nicht mehr hochfahren.</p>
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		<title>Kommentare von Arne Nilsson zu Eine Reise nach Eriksberg II</title>
		<link>http://oldoerpancestors.wordpress.com/2009/07/16/eine-reise-nach-eriksberg-ii/#comment-49</link>
		<dc:creator>Arne Nilsson</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 16 Jul 2009 16:39:30 +0000</pubDate>
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		<description>Na, die Gutsherren sind schon unterschiedlich. Auf Schloss Ahrensburg hat Graf Daniel Rantzau die Bauern (auch Hufner) persönlich im Keller durchgeprügelt und zeitweise gefangengesetzt. Da wurden eben auch Schlösser usw. auf Kosten der Bauern und von den Bauern selbst gebaut. Dann hat man Bauern &quot;gelegt&quot;, also von Bauern zu Tagelöhnern gemacht, und das ganze auch noch mit der eigenen Gerichtsbarkeit durchgezogen.

Andererseits gab es auch Gutsherren, die sich um ihre Bauern, das Personal und die Tagelöhner gekümmert haben. Kirchen gebaut, Schulen gebaut, Tagelöhnerhäuser gebaut, die Tagelöhner auch im Winter ernährt und die Säufer zu einem besseren Lebenswandel angehalten.

Offenbar je nach Veranlagung und wohl im wesentlichen nach der Ertragskraft des Guts. Will ich Schloss, Kutsche und Barockgarten, muss ich entweder ein großes Gut haben, oder es eben aus wenigen Bauern auf schlechtem Land herauspressen.

Zwei meiner Urgroßeltern konnten tatsächlich im Bereich ihres Geburtsortes ihr Leben relativ sorglos mit Festanstellung, Altersvorsorge und Erwerb eines verbilligten Grundstücks zum  Hausbau verbringen, und zwar als Holzhaumeister und Dienstmädchen beim Fürsten Bismarck (alle 6 anderen waren gezwungen, aus Mecklenburg, Dithmarschen, Schweden, Südhannover und dem Erzgebirge wegzugehen, um den Lebensunterhalt zu verdienen). Die Fürstin kümmerte sich auch um kranke Kinder und schickte sie auf eigene Kosten zur Kur. Meine Urgroßmutter erhielt bis zu ihrem Tod 1956 ein Deputat an Würsten, Holz, Kohle, Eiern usw.

Es geht also auch anständig, wenn man als Gutsherr genug Geld hat.

Eriksberg ist ja der Agrarkrise zum Opfer gefallen, die zu mehreren Versteigerungen des Guts führte. Der letzte Graf war schon 1851 durch Tod abgegangen. Die Nachfolger mussten Kaufpreise irgendwie aus dem Gut erwirtschaften. Komischerweise lässt sich aus den Hausverhörsbüchern ablesen, dass ab etwa 1850 auf Eriksberg vielerlei neue Ortschaften (Kristineberg, Adolfsberg, Stellans Park) entstanden und in den Bestandsortschaften viele Neuzuzüge stattfanden. Wie das der schwachen Landwirtschaft aufhelfen sollte, bleibt rätselhaft. Vielleicht sollte Geld eingenommen werden durch Verkauf von Bauplätzen, oder das Personal kostenfrei werden, indem man an Fremde Grundstücke gab, für die sie Arbeiten zu leisten hatten. Früher Tagelöhner, denen man Geld geben musste, dann Inhaber von kleinen Hütten, die kostenfrei schufteten und sich aus dem eigenen kleinen Garten ernährten.

Ich kenne das Buch, hab&#039;s aber noch nie gesehen oder gelesen. In Eriksberg war ich noch gar nicht, weil von meinen Vorfahren einzig der Bootsmann Gumme Jacobsson Laustis dort gelebt hat. Nur anderweitige Nachkommen meiner Vorfahren haben Eriksberg geradezu überschwemmt, während meine Vorfahren eben aus Hällaryd, Bräkne-Hoby, Ronneby, Mörrum, Backaryd und Asarum kommen.

Das Lönneberga-Armenhaus ist eigentlich baulich noch ziemlich komfortabel gegenüber den Hütten, in denen sie die Armen geparkt haben. Schon die Hütte eines sozial wesentlich höher gestellten Torpare ist ja schon ein Elendsquartier gewesen.

Aus dem Lönneberga-Teil kann man allerdings lernen - und so war es in Großbritannien (vgl. Oliver Twist u. ä.) auch - wie Privatisierung des Sozialwesens schon damals funktionierte. Ich habe eine Problemgruppe zu betreuen und schreibe als Gemeinde diese Leistung aus. Der, der am wenigsten dafür haben will, erhält den Zuschlag. Weil er entweder absichtlich zu knapp geplant hat, um den Zuschlag zu kriegen, oder zu dämlich für eine realistische Kalkulation ist, muss er sich was einfallen lassen, wie er Kosten reduziert und zu einem Gewinn kommen kann. Da kommt in Frage am Essen, am Waschen, an Heizung und an der Gebäudeunterhaltung zu sparen, bei krankenkostenintensiven Betreuten einen frühen Tod zu wünschen und die schlimmsten Fälle rauszuekeln. Im Herzogtum Braunschweig erhielten Arme keine Heiratsgenehmigung, um den Zuzug eines weiteren &quot;Kostgängers&quot; und deren nachfolgende Vermehrung zu vermeiden (daher Quoten von nichtehelichen Geburten dort dicht bei 50%). 

Wenn die Armenhäusler in Eriksberg eine Damwildherde gesehen hätten, hätten sie nicht auf den Auslöser gedrückt, sondern den Abzug ausgelöst - endlich wieder was zum Essen, das nicht Buchweizengrütze oder blaue Milch hieß.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Na, die Gutsherren sind schon unterschiedlich. Auf Schloss Ahrensburg hat Graf Daniel Rantzau die Bauern (auch Hufner) persönlich im Keller durchgeprügelt und zeitweise gefangengesetzt. Da wurden eben auch Schlösser usw. auf Kosten der Bauern und von den Bauern selbst gebaut. Dann hat man Bauern &#8222;gelegt&#8220;, also von Bauern zu Tagelöhnern gemacht, und das ganze auch noch mit der eigenen Gerichtsbarkeit durchgezogen.</p>
<p>Andererseits gab es auch Gutsherren, die sich um ihre Bauern, das Personal und die Tagelöhner gekümmert haben. Kirchen gebaut, Schulen gebaut, Tagelöhnerhäuser gebaut, die Tagelöhner auch im Winter ernährt und die Säufer zu einem besseren Lebenswandel angehalten.</p>
<p>Offenbar je nach Veranlagung und wohl im wesentlichen nach der Ertragskraft des Guts. Will ich Schloss, Kutsche und Barockgarten, muss ich entweder ein großes Gut haben, oder es eben aus wenigen Bauern auf schlechtem Land herauspressen.</p>
<p>Zwei meiner Urgroßeltern konnten tatsächlich im Bereich ihres Geburtsortes ihr Leben relativ sorglos mit Festanstellung, Altersvorsorge und Erwerb eines verbilligten Grundstücks zum  Hausbau verbringen, und zwar als Holzhaumeister und Dienstmädchen beim Fürsten Bismarck (alle 6 anderen waren gezwungen, aus Mecklenburg, Dithmarschen, Schweden, Südhannover und dem Erzgebirge wegzugehen, um den Lebensunterhalt zu verdienen). Die Fürstin kümmerte sich auch um kranke Kinder und schickte sie auf eigene Kosten zur Kur. Meine Urgroßmutter erhielt bis zu ihrem Tod 1956 ein Deputat an Würsten, Holz, Kohle, Eiern usw.</p>
<p>Es geht also auch anständig, wenn man als Gutsherr genug Geld hat.</p>
<p>Eriksberg ist ja der Agrarkrise zum Opfer gefallen, die zu mehreren Versteigerungen des Guts führte. Der letzte Graf war schon 1851 durch Tod abgegangen. Die Nachfolger mussten Kaufpreise irgendwie aus dem Gut erwirtschaften. Komischerweise lässt sich aus den Hausverhörsbüchern ablesen, dass ab etwa 1850 auf Eriksberg vielerlei neue Ortschaften (Kristineberg, Adolfsberg, Stellans Park) entstanden und in den Bestandsortschaften viele Neuzuzüge stattfanden. Wie das der schwachen Landwirtschaft aufhelfen sollte, bleibt rätselhaft. Vielleicht sollte Geld eingenommen werden durch Verkauf von Bauplätzen, oder das Personal kostenfrei werden, indem man an Fremde Grundstücke gab, für die sie Arbeiten zu leisten hatten. Früher Tagelöhner, denen man Geld geben musste, dann Inhaber von kleinen Hütten, die kostenfrei schufteten und sich aus dem eigenen kleinen Garten ernährten.</p>
<p>Ich kenne das Buch, hab&#8217;s aber noch nie gesehen oder gelesen. In Eriksberg war ich noch gar nicht, weil von meinen Vorfahren einzig der Bootsmann Gumme Jacobsson Laustis dort gelebt hat. Nur anderweitige Nachkommen meiner Vorfahren haben Eriksberg geradezu überschwemmt, während meine Vorfahren eben aus Hällaryd, Bräkne-Hoby, Ronneby, Mörrum, Backaryd und Asarum kommen.</p>
<p>Das Lönneberga-Armenhaus ist eigentlich baulich noch ziemlich komfortabel gegenüber den Hütten, in denen sie die Armen geparkt haben. Schon die Hütte eines sozial wesentlich höher gestellten Torpare ist ja schon ein Elendsquartier gewesen.</p>
<p>Aus dem Lönneberga-Teil kann man allerdings lernen &#8211; und so war es in Großbritannien (vgl. Oliver Twist u. ä.) auch &#8211; wie Privatisierung des Sozialwesens schon damals funktionierte. Ich habe eine Problemgruppe zu betreuen und schreibe als Gemeinde diese Leistung aus. Der, der am wenigsten dafür haben will, erhält den Zuschlag. Weil er entweder absichtlich zu knapp geplant hat, um den Zuschlag zu kriegen, oder zu dämlich für eine realistische Kalkulation ist, muss er sich was einfallen lassen, wie er Kosten reduziert und zu einem Gewinn kommen kann. Da kommt in Frage am Essen, am Waschen, an Heizung und an der Gebäudeunterhaltung zu sparen, bei krankenkostenintensiven Betreuten einen frühen Tod zu wünschen und die schlimmsten Fälle rauszuekeln. Im Herzogtum Braunschweig erhielten Arme keine Heiratsgenehmigung, um den Zuzug eines weiteren &#8222;Kostgängers&#8220; und deren nachfolgende Vermehrung zu vermeiden (daher Quoten von nichtehelichen Geburten dort dicht bei 50%). </p>
<p>Wenn die Armenhäusler in Eriksberg eine Damwildherde gesehen hätten, hätten sie nicht auf den Auslöser gedrückt, sondern den Abzug ausgelöst &#8211; endlich wieder was zum Essen, das nicht Buchweizengrütze oder blaue Milch hieß.</p>
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	<item>
		<title>Kommentare von oldoerpancestors zu Eine Reise nach Eriksberg II</title>
		<link>http://oldoerpancestors.wordpress.com/2009/07/16/eine-reise-nach-eriksberg-ii/#comment-48</link>
		<dc:creator>oldoerpancestors</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 16 Jul 2009 15:03:30 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://oldoerpancestors.wordpress.com/?p=87#comment-48</guid>
		<description>Aha, wieder was dazugelernt. Übrigens merkt man an deinen Formulierungen klar deine Profession :-) 

Vielleicht sollte ich eher sagen, dass mit Gutsherren/herrinnen im Allgemeinen unsympathisch erscheinen? Das triffts wohl eher. 

Kennst du das erwähnte Buch? Du hast ja schon ne Menge recherchiert über die Region dort. Wie oft warst du eigentlich schon da?

Was die Beschreibung des Armenhauses angeht... kennst du die Folge wo Michel aus Lönneberga ein Fest für die Armen gibt? Ich glaube, das war eine treffende Darstellung, oder?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Aha, wieder was dazugelernt. Übrigens merkt man an deinen Formulierungen klar deine Profession <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' />  </p>
<p>Vielleicht sollte ich eher sagen, dass mit Gutsherren/herrinnen im Allgemeinen unsympathisch erscheinen? Das triffts wohl eher. </p>
<p>Kennst du das erwähnte Buch? Du hast ja schon ne Menge recherchiert über die Region dort. Wie oft warst du eigentlich schon da?</p>
<p>Was die Beschreibung des Armenhauses angeht&#8230; kennst du die Folge wo Michel aus Lönneberga ein Fest für die Armen gibt? Ich glaube, das war eine treffende Darstellung, oder?</p>
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	<item>
		<title>Kommentare von Arne Nilsson zu Eine Reise nach Eriksberg II</title>
		<link>http://oldoerpancestors.wordpress.com/2009/07/16/eine-reise-nach-eriksberg-ii/#comment-47</link>
		<dc:creator>Arne Nilsson</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 16 Jul 2009 13:18:52 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://oldoerpancestors.wordpress.com/?p=87#comment-47</guid>
		<description>Sooo schlimm ist der Gutsherr Eduard Jeppson doch gar nicht gewesen. Er ist der Sohn eines Händlers aus Guemåla, und hat später in Karlshamn einen größeren Bauernhof gepachtet. Gutsherr ist er erst 1926 geworden, als seine (12 Jahre ältere) Frau starb. Die ist nämlich die Witwe des Gutsherrn Fahlström gewesen und hat etwa 1881 den Jeppsson geheiratet.

Den Vertrag mit Håkansson hat also die Gutsherrin, nicht die Frau des Gutsherrn, geschlossen. 1926 hat Jeppsson dann zusammen mit mindestens einer Stieftochter geerbt, so dass keiner den anderen auszahlen konnte und man bis 1938 zusammen weiterwurschtelte.

Der Torparevertrag ist dem Status eines Hufners oder Käthners in Norddeutschland gar nicht mal so unähnlich. Auch dort galt für die Bauernstellen ein in einem Dienstreglement für das Dorf festgelegtes Pensum an Hand- und Spanndiensten, die zu erbringen waren. Diese wurden mit der &quot;Bauernbefreiung&quot; in eine Geldschuld umgewandelt, die die Bauern, die damit Volleigentümer wurden, über Jahrzehnte abzustottern hatten (weswegen sich einige von Gutsbesitzern etc. alles abkaufen ließen).

Schweden hat offenbar auf persönliche Freiheit umgestellt, die Torpare aber nicht zu Eigentümern, sondern nur zeitlich Nutzungsberechtigten mit Gegenleistung gemacht, so dass man also seine Bauern in Abhängigkeit hielt und sie bei Pflichtverstoß raushauen konnte. Da keine Vorsorge für Krankheit und Alter getroffen wurden, wurden sie dann auch regelmäßig weggejagt (wie es auch Handwerkern, Soldaten und Marineleuten ging). Dieser nach dem Grundsatz der Vertragsfreiheit geschlossene Vertrag galt auch nicht für Erben und Kinder, ging also nicht über (das kommt einem heute komisch vor, ist es aber gar nicht, wenn man sich klar macht, dass im Arbeitsrecht ja auch keiner glaubt, dass wenn der Vater beim Daimler schafft, das Arbeitsverhältnis mit seinem Tod für ein Kind automatisch weiterläuft). 

Das Armenhaus in Märserum war deshalb ab etwa 1850 ausgesprochen voll, im Hausverhörsbuch findet sich auch eine viele Seiten umfassende Rubrik mit Personen, die ohne Ortszuordnung als &quot;im Kirchspiel&quot; und &quot;schutzlos&quot; bezeichnet wurden. Das Armutswesen bestand häufig in einem Zuschuss für eine Auswanderung, um die Armen, die sonst für eine bestimmte Zahl von Tagen reihum von den Bauern aufgenommen werden mussten oder in einem von diesem gebauten und unterhaltenen Armenhaus zusammengefasst wurden, loszuwerden.

Wer da ohne gesunde Kinder alt wurde, endete als &quot;utfattig&quot; (verarmt) bzw. fattighjon irgendwo am Katzentisch.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Sooo schlimm ist der Gutsherr Eduard Jeppson doch gar nicht gewesen. Er ist der Sohn eines Händlers aus Guemåla, und hat später in Karlshamn einen größeren Bauernhof gepachtet. Gutsherr ist er erst 1926 geworden, als seine (12 Jahre ältere) Frau starb. Die ist nämlich die Witwe des Gutsherrn Fahlström gewesen und hat etwa 1881 den Jeppsson geheiratet.</p>
<p>Den Vertrag mit Håkansson hat also die Gutsherrin, nicht die Frau des Gutsherrn, geschlossen. 1926 hat Jeppsson dann zusammen mit mindestens einer Stieftochter geerbt, so dass keiner den anderen auszahlen konnte und man bis 1938 zusammen weiterwurschtelte.</p>
<p>Der Torparevertrag ist dem Status eines Hufners oder Käthners in Norddeutschland gar nicht mal so unähnlich. Auch dort galt für die Bauernstellen ein in einem Dienstreglement für das Dorf festgelegtes Pensum an Hand- und Spanndiensten, die zu erbringen waren. Diese wurden mit der &#8222;Bauernbefreiung&#8220; in eine Geldschuld umgewandelt, die die Bauern, die damit Volleigentümer wurden, über Jahrzehnte abzustottern hatten (weswegen sich einige von Gutsbesitzern etc. alles abkaufen ließen).</p>
<p>Schweden hat offenbar auf persönliche Freiheit umgestellt, die Torpare aber nicht zu Eigentümern, sondern nur zeitlich Nutzungsberechtigten mit Gegenleistung gemacht, so dass man also seine Bauern in Abhängigkeit hielt und sie bei Pflichtverstoß raushauen konnte. Da keine Vorsorge für Krankheit und Alter getroffen wurden, wurden sie dann auch regelmäßig weggejagt (wie es auch Handwerkern, Soldaten und Marineleuten ging). Dieser nach dem Grundsatz der Vertragsfreiheit geschlossene Vertrag galt auch nicht für Erben und Kinder, ging also nicht über (das kommt einem heute komisch vor, ist es aber gar nicht, wenn man sich klar macht, dass im Arbeitsrecht ja auch keiner glaubt, dass wenn der Vater beim Daimler schafft, das Arbeitsverhältnis mit seinem Tod für ein Kind automatisch weiterläuft). </p>
<p>Das Armenhaus in Märserum war deshalb ab etwa 1850 ausgesprochen voll, im Hausverhörsbuch findet sich auch eine viele Seiten umfassende Rubrik mit Personen, die ohne Ortszuordnung als &#8222;im Kirchspiel&#8220; und &#8222;schutzlos&#8220; bezeichnet wurden. Das Armutswesen bestand häufig in einem Zuschuss für eine Auswanderung, um die Armen, die sonst für eine bestimmte Zahl von Tagen reihum von den Bauern aufgenommen werden mussten oder in einem von diesem gebauten und unterhaltenen Armenhaus zusammengefasst wurden, loszuwerden.</p>
<p>Wer da ohne gesunde Kinder alt wurde, endete als &#8222;utfattig&#8220; (verarmt) bzw. fattighjon irgendwo am Katzentisch.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Kommentare von Arne Nilsson zu Zurück aus Schweden</title>
		<link>http://oldoerpancestors.wordpress.com/2009/07/14/zuruck-aus-schweden/#comment-46</link>
		<dc:creator>Arne Nilsson</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Jul 2009 13:33:23 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://oldoerpancestors.wordpress.com/?p=77#comment-46</guid>
		<description>Alles klar, das ist also der 1830 verstorbene Per Jonasson, der mangels anderen Pers in Åryd in 1819 herhalten musste als der &quot;richtige&quot; Geburtseintrag, während ja der richtige Per aus Hällaryd kam und am 26.12.1819 geboren wurde und nach Umzug der Eltern und anfänglicher Führung im Hausverhörsbuch ohne Geburtsort plötzlich mit dem Geburtsort Åryd versehen wurde. Schließlich hat man ihm, obwohl bis 1886 mit Geburtsdatum 26.12.1819 im Hausverhörsbuch, auch noch das Geburtsdatum des Per Jonasson &quot;verpasst&quot;. Beim Forschen &quot;von unten&quot;, also von den Nachkommen zu den Vorfahren, ist so etwas fast nicht aufzudecken.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Alles klar, das ist also der 1830 verstorbene Per Jonasson, der mangels anderen Pers in Åryd in 1819 herhalten musste als der &#8222;richtige&#8220; Geburtseintrag, während ja der richtige Per aus Hällaryd kam und am 26.12.1819 geboren wurde und nach Umzug der Eltern und anfänglicher Führung im Hausverhörsbuch ohne Geburtsort plötzlich mit dem Geburtsort Åryd versehen wurde. Schließlich hat man ihm, obwohl bis 1886 mit Geburtsdatum 26.12.1819 im Hausverhörsbuch, auch noch das Geburtsdatum des Per Jonasson &#8222;verpasst&#8220;. Beim Forschen &#8222;von unten&#8220;, also von den Nachkommen zu den Vorfahren, ist so etwas fast nicht aufzudecken.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentare von oldoerpancestors zu Zurück aus Schweden</title>
		<link>http://oldoerpancestors.wordpress.com/2009/07/14/zuruck-aus-schweden/#comment-45</link>
		<dc:creator>oldoerpancestors</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Jul 2009 12:49:05 +0000</pubDate>
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		<description>Ich habe mir in Eriksberg das Buch &quot;Eriksberg. Ett säteri i Blekinge genom 350 ar&quot; gekauft von Bibbi Brorsson. Sie ist so etwas wie die Historikerin dort und hat die Geschichte der Torpen auf Eriksberg zusammengetragen. Dort steht auf Seite 250 (Achtung, mir fehlt jetzt der schwedische Buchstabe a mit Kuller, den ich durch ein einfaches a ersetze):
&quot; Ola Hakanssons torp Kroksvig
Per och Kjersta bygger torpet i mitten pa 1850-talet. [...] Torpare Per Jonasson född 21 november 1819 Aryd, dog 18 november 1886 Kroksvig, 66 ar 11 manader gammal av en bröstsjukdom, son till torparen Jonas Mansson Aryd och Anna Pahlsdotter Aryd. Per gifter sig den 21 november 1851 med pigan Kjersta Mansdotter född 5 januari Räfvakas, dog 8 december 1886 Kroksvig 60 ar och 11 manader gammal av en bröstsjukdom, dotter till Mans Mansson född 13 april 1781 Kroksvig och Inga Simonsdotter född 23 mars 1781 Räfvakas.&quot;
Ich spreche ja kein perfektes Schwedisch, aber es reicht, um zu übersetzen:
&quot;Ola Hakanssons Hütte Kroksvig
Per und Kjersta bauten die Hütte in der Mitte der 1850er Jahre.
Der Hüttenbewohner (Torpare) Per Jonasson wurde geboren 21. November 1819 in Aryd, starb am 18 November 1886 in Kroksvig, 66 Jahre und 11 Monate alt an einer Brustkrankheit, war der Sohn von Jonas Mansson aus Aryd und Anna Pahlsdotter aus Aryd. Per verheiratete sich am 21. November 1851 mit dem Dienstmädchen Kjersta Mansdotter, geboren am 5. Januar 1821 in Räfvakas, gestorben am 8. Dezember 1886 in Kroksvig, 60 Jahre und 11 Monate alt, an einer Brustkrankheit, Tochter von Mans Mansson geb. 13. April 1781 in Kroksvig und Inga Simonsdotter geb. 23. März 1781 in Räfvakas.&quot;

Ich habe schon vermutetet, dass der von dir festgestellte Fehler bei Inga Persdotters Vater sich auch bei der Recherche von der Autorin eingeschlichen hat. Ich habe noch einige weitere unklare Details gefunden in den Texten, zum Beispiel, dass sie von einem Kind sämtliche Nachfahren aufführt, von anderen Kindern nicht, obwohl dir z.B. die Daten vorliegen. Zudem hat sie zwar geschrieben, dass Inga nach Deutschland ging, aber nicht, dass Karolina ihr zwei Wochen später folgte (nur dass Karolina zunächst am 17.10.1887 nach Hällaryd ging). Interessanter Satz außerdem:
&quot;Efter Per och Kjerstas död och innan Ola Hakansson flyttar hit sa bor änkan Gunhild Petersdotter och Inga Persdotter. Inga flyttar till okänd ort i Tyskland den 26.10.1888.&quot; Nun ja, den unbekannten Ort wissen wir wieder, Menzendorf bei Schönberg / Meckl.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe mir in Eriksberg das Buch &#8222;Eriksberg. Ett säteri i Blekinge genom 350 ar&#8220; gekauft von Bibbi Brorsson. Sie ist so etwas wie die Historikerin dort und hat die Geschichte der Torpen auf Eriksberg zusammengetragen. Dort steht auf Seite 250 (Achtung, mir fehlt jetzt der schwedische Buchstabe a mit Kuller, den ich durch ein einfaches a ersetze):<br />
&#8220; Ola Hakanssons torp Kroksvig<br />
Per och Kjersta bygger torpet i mitten pa 1850-talet. [...] Torpare Per Jonasson född 21 november 1819 Aryd, dog 18 november 1886 Kroksvig, 66 ar 11 manader gammal av en bröstsjukdom, son till torparen Jonas Mansson Aryd och Anna Pahlsdotter Aryd. Per gifter sig den 21 november 1851 med pigan Kjersta Mansdotter född 5 januari Räfvakas, dog 8 december 1886 Kroksvig 60 ar och 11 manader gammal av en bröstsjukdom, dotter till Mans Mansson född 13 april 1781 Kroksvig och Inga Simonsdotter född 23 mars 1781 Räfvakas.&#8220;<br />
Ich spreche ja kein perfektes Schwedisch, aber es reicht, um zu übersetzen:<br />
&#8222;Ola Hakanssons Hütte Kroksvig<br />
Per und Kjersta bauten die Hütte in der Mitte der 1850er Jahre.<br />
Der Hüttenbewohner (Torpare) Per Jonasson wurde geboren 21. November 1819 in Aryd, starb am 18 November 1886 in Kroksvig, 66 Jahre und 11 Monate alt an einer Brustkrankheit, war der Sohn von Jonas Mansson aus Aryd und Anna Pahlsdotter aus Aryd. Per verheiratete sich am 21. November 1851 mit dem Dienstmädchen Kjersta Mansdotter, geboren am 5. Januar 1821 in Räfvakas, gestorben am 8. Dezember 1886 in Kroksvig, 60 Jahre und 11 Monate alt, an einer Brustkrankheit, Tochter von Mans Mansson geb. 13. April 1781 in Kroksvig und Inga Simonsdotter geb. 23. März 1781 in Räfvakas.&#8220;</p>
<p>Ich habe schon vermutetet, dass der von dir festgestellte Fehler bei Inga Persdotters Vater sich auch bei der Recherche von der Autorin eingeschlichen hat. Ich habe noch einige weitere unklare Details gefunden in den Texten, zum Beispiel, dass sie von einem Kind sämtliche Nachfahren aufführt, von anderen Kindern nicht, obwohl dir z.B. die Daten vorliegen. Zudem hat sie zwar geschrieben, dass Inga nach Deutschland ging, aber nicht, dass Karolina ihr zwei Wochen später folgte (nur dass Karolina zunächst am 17.10.1887 nach Hällaryd ging). Interessanter Satz außerdem:<br />
&#8222;Efter Per och Kjerstas död och innan Ola Hakansson flyttar hit sa bor änkan Gunhild Petersdotter och Inga Persdotter. Inga flyttar till okänd ort i Tyskland den 26.10.1888.&#8220; Nun ja, den unbekannten Ort wissen wir wieder, Menzendorf bei Schönberg / Meckl.</p>
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	<item>
		<title>Kommentare von Arne Nilsson zu Zurück aus Schweden</title>
		<link>http://oldoerpancestors.wordpress.com/2009/07/14/zuruck-aus-schweden/#comment-44</link>
		<dc:creator>Arne Nilsson</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Jul 2009 11:40:02 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://oldoerpancestors.wordpress.com/?p=77#comment-44</guid>
		<description>Wo gibt&#039;s denn Probleme? Die Eltern und später die Kinder ließen sich doch durch immerhin 16 Hausverhörsbucheintragungen und die jeweiligen Geburts- bzw. Taufeinträge als zusammengehörig belegen. Nur der Geburtsort des Vaters war durch Verwechslung des Hausverhörsbuchschreibers von (richtig) Hällaryd in (falsch) Åryd geändert worden.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Wo gibt&#8217;s denn Probleme? Die Eltern und später die Kinder ließen sich doch durch immerhin 16 Hausverhörsbucheintragungen und die jeweiligen Geburts- bzw. Taufeinträge als zusammengehörig belegen. Nur der Geburtsort des Vaters war durch Verwechslung des Hausverhörsbuchschreibers von (richtig) Hällaryd in (falsch) Åryd geändert worden.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentare von oldoerpancestors zu Dank und kurze Zusammenfassung</title>
		<link>http://oldoerpancestors.wordpress.com/2008/09/07/dank-und-kurze-zusammenfassung/#comment-43</link>
		<dc:creator>oldoerpancestors</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 Jul 2009 21:32:34 +0000</pubDate>
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		<description>August Heinrich Adolph Upahl ist der 1845 in Lockwisch geborene Ehemann von Inga Persdotter. Hast du zufällig auch eine Sterbeurkunde von Inga Persdotter finden können?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>August Heinrich Adolph Upahl ist der 1845 in Lockwisch geborene Ehemann von Inga Persdotter. Hast du zufällig auch eine Sterbeurkunde von Inga Persdotter finden können?</p>
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		<title>Kommentare von Karin zu Dank und kurze Zusammenfassung</title>
		<link>http://oldoerpancestors.wordpress.com/2008/09/07/dank-und-kurze-zusammenfassung/#comment-42</link>
		<dc:creator>Karin</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 13 Jul 2009 13:26:03 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://oldoerpancestors.wordpress.com/?p=61#comment-42</guid>
		<description>Hallo Maren,
in der Heiratsurkunde von Inga Persdotter mit Heinrich Upahl steht als Zeuge ein Jochen Heinrich August Upahl aus Grieben. Der ist 1889, laut Urkunde 38 Jahre alt. Es könnte ein Bruder von Heinrich sein! ?
Tschüß Karin</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Maren,<br />
in der Heiratsurkunde von Inga Persdotter mit Heinrich Upahl steht als Zeuge ein Jochen Heinrich August Upahl aus Grieben. Der ist 1889, laut Urkunde 38 Jahre alt. Es könnte ein Bruder von Heinrich sein! ?<br />
Tschüß Karin</p>
]]></content:encoded>
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	<item>
		<title>Kommentare von Karin zu Dank und kurze Zusammenfassung</title>
		<link>http://oldoerpancestors.wordpress.com/2008/09/07/dank-und-kurze-zusammenfassung/#comment-41</link>
		<dc:creator>Karin</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 13 Jul 2009 13:00:22 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://oldoerpancestors.wordpress.com/?p=61#comment-41</guid>
		<description>Hallo Christof,
ich habe einen August Heinrich Adolph Upahl gefunden, der ist 1921 in Schönberg gestorben. Nr. 60/1921
Vielleicht kannst du ja damit etwas anfangen.
Tschüß Karin</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Christof,<br />
ich habe einen August Heinrich Adolph Upahl gefunden, der ist 1921 in Schönberg gestorben. Nr. 60/1921<br />
Vielleicht kannst du ja damit etwas anfangen.<br />
Tschüß Karin</p>
]]></content:encoded>
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