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Bechelsdorf im 21. Jahrhundert Januar 6, 2008

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Nachdem ich vor Jahren herausgefunden hatte, dass meine Vorfahren die Dorfschulzen in Bechelsdorf bei Schönberg / Mecklenburg waren, stieß ich, wie schon berichtet, auf das Bechelsdorfer Schulzenhaus. Der älteste Nachweis, den ich in der verfügbaren Literatur finden konnte, schreibt, dass um 1444 bereits eine Dorfschulzenfamilie namens Oldörp auf dem Hof in Bechelstorp (Bechelsdorf) lebte. Verfolgt man die Erben des Hofes weiter und klickt sich durch die Datenbank des Ortsfamilienbuches kommt man zu den Nachfahren, die sich überall verstreuten. Ich kam bei der Klickerei schließlich bis zu meinen Urgroßeltern und hatte damit die Kette von der Bechelsdorfer Schulzenfamilie Oldörp von 1444 bis in die heutige Zeit … letztlich bis zu mir und meinen Cousinen, die wir quasi die letztgeborene Generation in diesem Zweig der Nachfahren sind. Womit wir in der Neuzeit sind. Ich bekam  heraus, dass das Bechelsdorfer Schulzenhaus Anfang der 60er Jahre umgesetzt wurde. Man hatte es in Bechelsdorf abgebaut und Stein für Stein in Schönberg wieder aufgebaut, damit ein Freilichtmuseum draus werden konnte – ähnlich wie Klockenhagen bei Ribnitz-Damgarten (dort steht übrigens ein Hallenhaus aus Selmsdorf).

1257 fandBechelsdorf laut Wikipedia das erste Mal Erwähnung. Die ältesten Daten, die ich habe (bis 1444), stammen aus dem Ortsfamilienbuch, dass im Internet steht (siehe Blogroll „Ortsfamilienbücher“) und einem Buch „30 Dörfer des Fürstentums Ratzeburg“, in dem die Geschichten der Dörfer erzählt werden und wer auf welchem Hof folgte etc. Das Buch wurde über den Verein für Mecklenburgische Personengeschichte als Reprint wiederaufgelegt, falls sich jemand dafür interessieren sollte. Heutzutage gehört Bechelsdorf zur Gemeinde Niendorf im Amt Schönberger Land.

Bechelsdorf liegt südlich von Schönberg in der Nähe der A20. Einerseits finde ich es gut, dass es jetzt die A20 gibt, andererseits ist es doch ein ziemlicher Einschnitt in diese bis dahin beschauliche mecklenburgische Landschaft. Bechelsdorf ist heute mehr ein „einsames“ Dorf mit wenigen Einwohnern. Aber wer weiß, vielleicht legt man ja irgendwann einen B-Plan auf für eine  neue Eigenheimsiedlung, so wie es jetzt vielerorts gemacht wird. Wir haben mit Hilfe alter Karten aus Büchern und Kindheitserinnerungen meines Vaters einen Hof ausfindig machen können, wo wir denken, dass es der Nachfolgehof des ehemaligen Dorfschulzen Oldörp ist, von dem auch wir abstammen. Es steht ein großer, mächtiger (neuer) Zaun drumherum. Nun ja, man hat wohl eine Menge Geld in den Zaun gesteckt statt in das Haus wie mir scheint…  Wie wir erfuhren, gehört der Hof jetzt Wiedereinrichtern. Irgendwann vor knapp 100 Jahren starben die Oldörps ja leider auf diesem Hof aus und durch Heirat ging alles an eine andere Familie. Die Nachfahren dieser Familie sind jetzt wohl die Wiedereinrichter. Wobei ich anmerken möchte, dass es in der Gegend noch reichlich Oldörps gibt, nur eben nicht auf jenem Hof, der über 500 Jahre fest in Oldörpscher Hand war.  :-)

Hier mal Fotos, wie es heutzutage auf dem Hof aussieht:

Bechelsdorf heute

bechelsdorfheute2-2.jpg

Aus welcher Gegend stammt der Name? Januar 2, 2008

Posted by oldoerpancestors in For english speaking visitors, Orte - Locations.
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Oldörps haben Ihren Ursprung im Fürstentum Ratzeburg, genauer gesagt in den Dörfern rund um Schönberg. Da gibt es zum Beispiel Bechelsdorf, in dem das Bechelsdorfer Schulzenhaus gestanden hat. Auch in Lockwisch waren Oldörps, später in Selmsdorf, Schönberg und so weiter. Oldörp heißt nichts anderes als „Altes Dorf“ im guten alten Plattdeutschen, was man hier in Norddeutschland spricht.

Oldoerps came from the villages in the so called Fürstentum Ratzeburg, especially from the villages around Schönberg. There is for example the small village Bechelsdorf. Also in the villages Lockwisch and Selmsdorf and the town Schönberg lived persons with the name. In the dialect, thats spoken in the northern part of Germany, Oldoerp means „Old village“.