Zurück aus Schweden Juli 14, 2009
Posted by oldoerpancestors in Allgemein, Meine eigenen Vorfahren - my own ancestors.trackback
Bin zurück aus Schweden. War in Eriksberg. Beeindruckend. Einfach wunderschön dort. Demnächst gibts auch einen ausführlichen Bericht an dieser Stelle. Hab Informationen sammeln können, aber leider auch gleich Fehler dabei gefunden. Und ich habe herausgefunden, dass Inga Persdotter wenig Wahlmöglichkeiten hatte damals und mehrere Gründe, diese wunderschöne Gegend in Blekinge Län zu verlassen. Naja, sonst gäbs ja mich und einige andere nicht
@ Arne: Bist du einigermaßen sicher, was die Eltern von Inga Persdotter angeht?
@ Karin: Woher hast du die Informationen über die Upahls / Inga Persdotter? Bist du auch eine Nachfahrin?
Wo gibt’s denn Probleme? Die Eltern und später die Kinder ließen sich doch durch immerhin 16 Hausverhörsbucheintragungen und die jeweiligen Geburts- bzw. Taufeinträge als zusammengehörig belegen. Nur der Geburtsort des Vaters war durch Verwechslung des Hausverhörsbuchschreibers von (richtig) Hällaryd in (falsch) Åryd geändert worden.
Ich habe mir in Eriksberg das Buch „Eriksberg. Ett säteri i Blekinge genom 350 ar“ gekauft von Bibbi Brorsson. Sie ist so etwas wie die Historikerin dort und hat die Geschichte der Torpen auf Eriksberg zusammengetragen. Dort steht auf Seite 250 (Achtung, mir fehlt jetzt der schwedische Buchstabe a mit Kuller, den ich durch ein einfaches a ersetze):
“ Ola Hakanssons torp Kroksvig
Per och Kjersta bygger torpet i mitten pa 1850-talet. [...] Torpare Per Jonasson född 21 november 1819 Aryd, dog 18 november 1886 Kroksvig, 66 ar 11 manader gammal av en bröstsjukdom, son till torparen Jonas Mansson Aryd och Anna Pahlsdotter Aryd. Per gifter sig den 21 november 1851 med pigan Kjersta Mansdotter född 5 januari Räfvakas, dog 8 december 1886 Kroksvig 60 ar och 11 manader gammal av en bröstsjukdom, dotter till Mans Mansson född 13 april 1781 Kroksvig och Inga Simonsdotter född 23 mars 1781 Räfvakas.“
Ich spreche ja kein perfektes Schwedisch, aber es reicht, um zu übersetzen:
„Ola Hakanssons Hütte Kroksvig
Per und Kjersta bauten die Hütte in der Mitte der 1850er Jahre.
Der Hüttenbewohner (Torpare) Per Jonasson wurde geboren 21. November 1819 in Aryd, starb am 18 November 1886 in Kroksvig, 66 Jahre und 11 Monate alt an einer Brustkrankheit, war der Sohn von Jonas Mansson aus Aryd und Anna Pahlsdotter aus Aryd. Per verheiratete sich am 21. November 1851 mit dem Dienstmädchen Kjersta Mansdotter, geboren am 5. Januar 1821 in Räfvakas, gestorben am 8. Dezember 1886 in Kroksvig, 60 Jahre und 11 Monate alt, an einer Brustkrankheit, Tochter von Mans Mansson geb. 13. April 1781 in Kroksvig und Inga Simonsdotter geb. 23. März 1781 in Räfvakas.“
Ich habe schon vermutetet, dass der von dir festgestellte Fehler bei Inga Persdotters Vater sich auch bei der Recherche von der Autorin eingeschlichen hat. Ich habe noch einige weitere unklare Details gefunden in den Texten, zum Beispiel, dass sie von einem Kind sämtliche Nachfahren aufführt, von anderen Kindern nicht, obwohl dir z.B. die Daten vorliegen. Zudem hat sie zwar geschrieben, dass Inga nach Deutschland ging, aber nicht, dass Karolina ihr zwei Wochen später folgte (nur dass Karolina zunächst am 17.10.1887 nach Hällaryd ging). Interessanter Satz außerdem:
„Efter Per och Kjerstas död och innan Ola Hakansson flyttar hit sa bor änkan Gunhild Petersdotter och Inga Persdotter. Inga flyttar till okänd ort i Tyskland den 26.10.1888.“ Nun ja, den unbekannten Ort wissen wir wieder, Menzendorf bei Schönberg / Meckl.
Alles klar, das ist also der 1830 verstorbene Per Jonasson, der mangels anderen Pers in Åryd in 1819 herhalten musste als der „richtige“ Geburtseintrag, während ja der richtige Per aus Hällaryd kam und am 26.12.1819 geboren wurde und nach Umzug der Eltern und anfänglicher Führung im Hausverhörsbuch ohne Geburtsort plötzlich mit dem Geburtsort Åryd versehen wurde. Schließlich hat man ihm, obwohl bis 1886 mit Geburtsdatum 26.12.1819 im Hausverhörsbuch, auch noch das Geburtsdatum des Per Jonasson „verpasst“. Beim Forschen „von unten“, also von den Nachkommen zu den Vorfahren, ist so etwas fast nicht aufzudecken.